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Parasiten: lästige blutsaugende Untermieter

 

Zecken, Flöhe, Haarlinge und Milben

 

Nach einer kurzen Winterpause (wenn überhaupt!) sind sie wieder da: die lästigen blutsaugenden Untermieter! 🕷️

Gerade im Frühjahr kommt immer wieder das Thema „Parasiten“ auf. Damit gemeint sind vor allem die „Ektoparasiten“. Hierbei handelt es sich um Ungeziefer, das auf der Körperoberfläche seines Wirtes lebt.

Im Rahmen meiner Beratungsgespräche werde ich sehr oft um Rat gebeten, was bei Zecken, Flöhen, Haarlingen (gehören zu den Läusen) und Milben zu tun ist. Viele Menschen ekeln und fürchten sich vor ihnen, weil sie Krankheiten (wie Borreliose, FSME, Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose etc.) übertragen können. 🙈

Dieses (umfangreiche!) Thema liegt mir sehr am Herzen – wie alles, was mit dem Wohl der Tiere zu tun hat. 💕

 

Blog Parasiten Flöhe Floh

 

Seit vielen Jahren bevorzuge ich, sowohl für mich als auch für meine Tiere natürliche Produkte, deren Nebenwirkungen (falls es sie überhaupt gibt) deutlich angenehmer sind als die möglichen Folgen einer chemischen Dröhnung. 😼

Ich habe Etliches ausprobiert und möchte Sie von meinen Recherchen profitieren lassen und Ihnen einen kleinen Überblick über diese vielen Möglichkeiten geben.

Chemische Mittel: Was steckt wirklich drin?

 

Viele Menschen rennen zu Saisonbeginn gleich zum Tierarzt und holen sich chemische Mittel: Aber was steckt wirklich in den Tabletten zum Einnehmen oder in den sogenannten „spot-on“- Präparaten (eine Flüssigkeit, die in den Nacken geträufelt wird)?

Es sind alle Akarizide und diese rangieren unter der Bezeichnung Neurotoxine: Durch das Blut und die Lymphe des Wirtstieres werden sie von den Blutsaugern, Insekten und Spinnentiere (wie Flöhe, Zecken etc.), aufgenommen. Das Atemzentrum wird gelähmt und sie sterben ab.
Es handelt sich hier also um ein Nervengift: nicht mehr und nicht weniger! 😾

Spot-on-Mittel enthalten meist Permethrin, Imidacloprid, Moxidectin oder eine Kombination aus diesen Chemikalien.
Diese ziehen nicht unerhebliche Nebenwirkungen nach sich: akut und vorübergehend, oder aber auch schleichend und dauerhaft! 🤕

Nach der Gabe von Floh- und Zeckenmitteln weisen Tiere oft erhebliche neurologische Beschwerden und Erkrankungen auf:

  • Magen-Darm-Probleme
  • vermehrtes Speicheln
  • Durchfall
  • Erbrechen (auch von Blut)
  • Hautreaktionen
  • Juckreiz
  • Haarausfall
  • Hautentzündungen und Rötungen
  • Zittern
  • Leichte bis ganz schwere epileptische Anfälle
  • Lähmungserscheinungen
  • Koordinationsstörungen
  • schwankender Gang
  • Muskelzittern oder Muskelkrämpfe
  • Herzrhythmusstörungen (auch mit Todesfolge)
  • hohes Fieber
  • extrem schnelle Atmung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Leberversagen
  • Nierenversagen
  • Tod

Ich bin auch immer wieder erschrocken, was im Zoofachhandel alles freiverkäuflich angeboten wird: Wer denkt sich also etwas Böses dabei, wenn er sich dort ein einfaches Flohhalsband kauft?!
Leider werden in solchen Geschäften u. a. Stoffe wie beispielsweise Tetrachlorvinphos oder Dimpylat mit verkauft: Ersteres wird als potentiell krebserregend eingestuft (wie Permethrin übrigens) und das Zweite gilt als hochtoxisch für Wirbeltiere! Der Mensch gehört nebenbei bemerkt zu den Wirbeltieren…
Und falls es noch nicht genug sein sollte: All diese Stoffe wirken zusätzlich ebenfalls auf das Nervensystem ein! In einem bekannten Floh- und Zeckenhalsband befindet sich übrigens der Wirkstoff Deltamethrin drin… 😠

 

Weiterhin erfolgt meistens eine Einlagerung der diversen Chemikalien in Fettzellen und Nervengewebe (Gehirn!) von Säugetieren und Depots werden gebildet: Es häuft sich also über Jahre immer weiter im Körper an, während der Abbau nur sehr schleppend erfolgt. Dabei werden die Entgiftungsorgane überlastet.
Gibt man diese Präparate nun regelmäßig alle paar Wochen, kann der Körper diese Gifte im Grunde gar nicht mehr loswerden. Langzeitfolgen sind übrigens immer noch nicht geklärt! Auch wenn das eigene Tier diese Mittel bisher gut vertragen hat und man deswegen dabei bleiben möchte, wird man nie ausschließen können, dass sich später Probleme oder Nebenwirkungen einstellen können! Übrigens: In den seltensten Fällen werden diese mit den Präparaten in Verbindung gebracht. 😡

Hinzu kommt, dass alle Formen von Pyrethroiden (Permethrin, Deltamethrin, Tetramethrin, Transfluthrin, Flumethrin, Tetrachlorvinphos oder Dimpylat) hochgiftig für Katzen sind (sie zeigen lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen). Gefahr besteht also für die Samtpfoten, wenn sie in Kontakt mit Hunden sind und das Präparat vom Hundefell ablecken, am Flohhalsband knabbern oder auch nur mit der Verpackung der Präparate oder des Halsbandes spielen!

Egal welche Marke: Es handelt sich immer um dieselbe Wirkstoffgruppe! Im Internet findet man inzwischen zahlreiche Erfahrungsberichte und Warnungen. 😠

Todesfälle nach Einnahme dieser „Zeckentabletten“ sind bereits eingetreten. Schwerste Allgemeinstörungen sind nach Anwendung von Akariziden keine Seltenheit. 😡

Falls Sie sich trotz allem doch für die Chemiekeule entscheiden sollten, lassen Sie sich unbedingt die Packungsbeilage geben und informieren Sie sich bitte vor der Verabreichung genau über die Wirkstoffe!

Gibt es einen hundertprozentigen Schutz?

 

Ganz klar: Nein, es gibt keinen hundertprozentigen Schutz gegen Parasiten! Weder die Chemiekeule noch ein Naturprodukt kann dies garantieren. Das Beste ist immer noch, die Tiere regelmäßig nach Parasiten abzusuchen und dafür zu sorgen, dass diese sie gar nicht erst als Wirt erkennen! 😼

 

Blog Parasiten Flöhe Floh

 

Was tun zur Vorbeugung?

 

Eine Vorbeugung geht mithilfe von sogenannten „Repellentien“: Diese gibt es schon lange und die kennt fast jeder. Es sind zum Beispiel DMSO (Dimethylsulfoxid), Andirobaöl, Knoblauchöl oder ätherische Öle (z. B. Thymian, Oregano, Grapefruit, Wacholder, Rosenholz, Myrrhe und viele andere (Geraniol ist aber offenbar eines der wirkungsvollsten).

Das Schwarzkümmelöl wurde vor kurzem als zeckenabwehrend entdeckt, jedoch kann eine regelmäßige Gabe evtl. schädlich für die Leber sein. Dieses wird gerade noch erforscht…

Mir liegt sehr daran zu erwähnen, dass keine ätherischen Öle bei Katzen angewendet werden dürfen! Bei leberkranken Hunden und Epileptikern ist außerdem äußerste Vorsicht geboten. Hier empfehle ich, einen guten und erfahrenen Naturheilkundler zu konsultieren, der speziell für das Tier, eine Ölmischung zusammenstellen oder zumindest testen kann, ob diese Öle auch wirklich geeignet sind. Ich habe das große Glück mit solchen Fachleuten zusammenzuarbeiten, die ich aus ganzem Herzen weiter empfehlen kann. Sprechen Sie mich einfach an!

Bierhefe entfaltet ebenfalls eine gute abwehrende Wirkung gegen Zecken: Zecken mögen den Geruch der enthaltenen B-Vitamine nicht, also vermeiden sie mit Bierhefe gefütterte Tiere.
Allerdings ist der Geruch der Bierhefe für manche Tiere nicht unbedingt angenehm. Beginnen Sie also langsam und mit kleinen Dosen, damit sich Ihr Tier daran gewöhnen kann.

Eine milde regelmäßige Gabe frischen Knoblauchs ist ebenfalls durchaus hochwirksam, um Floh- und Zecken-Befall zu minimieren oder gar zu verhindern.

Das regelmäßige Einreiben mit nativem und hochwertigem Kokosöl (Wirkstoff: Laurinsäure) hat sich schon lange bewährt – allerdings nicht für alle Tiere mit gleichem Erfolg. Zusätzlich kann man Kokosöl dem Futter beimischen.

Viele Menschen schwören auf EM-Pipes, Ultraschallsender und Bioresonanz-Anhänger für das Halsband oder Bernsteinketten.

Man kann auch Metall-Plaketten im Zoohandel kaufen, die aus einer speziellen Legierung bestehen und das Fell der Tiere elektrostatisch aufladen, was repellent wirkt.

Empfehlen möchte ich noch zwei Mittel auf Basis pflanzlicher Inhaltsstoffe: „Melaflon“ der Firma Specht Bio-Pharma in Reinbek bei Hamburg (hier klicken) oder das „Novagard“ der Firma HundeFreuden in Rastede (hier klicken). Die Anwendung bei Hunden und Katzen ist ausgezeichnet: Mit letzterem habe ich persönlich sehr gute Ergebnisse bei meinen eigenen Tieren erzielt! 👍

Ich empfehle immer solche Mittel zu kombinieren. 👌

 

Zweifel an der Wirksamkeit von Naturmitteln?

 

Zweifel an der Wirksamkeit dieser Naturmittel sind selbstverständlich erlaubt aber nicht unbedingt berechtigt. Es gibt etliche Möglichkeiten, auf natürliche Weise gegen Ektoparasiten vorzugehen.

Doch jedes Tier (wie auch jeder Mensch) ist verschieden und reagiert auch ganz individuell auf die unterschiedlichen Mittel. Daher bleibt nichts anderes übrig, als selber auszuprobieren, welche Lösung die Richtige für sich und sein Tier ist.

Nochmals: Zusätzlich zu allen Maßnahmen – egal welche – sollten Sie sich selbst und natürlich auch Ihr Tier nach jedem Aufenthalt im Freien nach Zecken absuchen – eine Aktion, die Sie bei Ihrem Tier wunderbar mit einer entspannenden Massage verbinden können 🙂

Blog Parasit Zecke

Desweiteren spielt auch immer der Stressfaktor, sowie der Allgemeinzustand und das Immunsystem des Tieres eine Rolle: Gestresste und/oder immungeschwächte Tiere sind für allerlei Parasiten leichte Beute. Und hier kommen wir nun zum Thema der gesunden und artgerechten Ernährung: Vor allem Hunde und Katzen, die mit zu vielen (und/oder minderwertigen) Kohlenhydraten ernährt werden (z. B. Getreide, Reis, Mais etc.), sind oft wahre Zecken-Magnete! Gerade diejenigen, die mit Trockenfutter ernährt werden, können extrem betroffen sein.

Im Rahmen meiner Ernährungsberatungen erlebe ich sehr häufig, dass Kunden nach einer Futterumstellung begeistert berichten, dass ihr Tier deutlich weniger Zecken anzieht oder von Flöhen und Milben befallen wird! Das nenne ich eine erstrebenswerte Nebenwirkung!

Das würde jetzt aber zu weit führen: Dieses Thema ist es jedoch wert, einen extra Artikel darüber zu schreiben. Und genau das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt auch tun. 🙂

 

Zeckenbiss: Was tun?

 

Falls es zum Biss gekommen ist und Sie entdecken eine festgesaugte Zecke: Ziehen Sie diese so früh wie möglich heraus und zwar: senkrecht zur Hautoberfläche! Zecken haben kein Gewinde, also nützt ein Drehen wenig. 😉

Vorheriges Ersticken oder Abtöten durch Öl, Spiritus oder Nagellack, wenn die Zecke sich festgebissen hat, ist kontraproduktiv: Erst im Todeskampf kommt es im Allgemeinen zu den gefürchteten Infektionen und Ansteckungen: Die Zecke erbricht sich dabei, und somit gelangt der Inhalt aus dem Zeckendarm (mit eventuellen Erregern) durch die Stichwunde in den Körper des Wirts.

Übrigens: Es handelt sich um denselben Todeskampf, der nach Einnahme von chemischen Präparaten über das Blutsaugen des Wirtstiers stattfindet: Floh- und Zeckenmitteln – sprich Spot-On und Tabletten – begünstigen daher sogar die gefürchteten Ansteckungen und vergrößern das Infektionsrisiko! 😏

Eins sollte man auch bedenken: Nicht jede Zecke ist mit den Erregern von Infektionskrankheiten verseucht und ein Biss bedeutet nicht das Todesurteil des geliebten Tierfreunds!
In den Medien wird viel mit Angst und Panik gearbeitet: Das verkauft sich nun mal auch viel besser! 😵

Zecken sind eher als „Lästlinge“ zu bezeichnen und an sich eher harmlos: Man zieht sie raus und fertig! Durch das Töten der Zecken mit Akariziden erhöht sich jedoch das Infektionsrisiko um ein Vielfaches!

 

Flohbefall

 

Wenn man doch einen Flohbefall in der Wohnung hat, helfen z. B. Apfelessig und Kieselgur: Das kann man in der Wohnung auf Liegeplätzen und bevorzugten Aufenthaltsorten sprühen bzw. ausstreuen. Kieselgur ist komplett natürlich (es besteht aus fein gemahlenen Kieselalgen) und tötet die Parasiten (v. a. Flöhe und auch Milben) durch Dehydratation (Austrocknung).

 

Blog Parasiten Floh Flöhe

 

Eine Umgebungsbehandlung ist unumgänglich und erfolgt u. a. durch regelmäßiges Wischen, Staubsaugen und Waschen von Decken und Teppichen.

Flöhe bevorzugen eine dunkle und trockene Umgebung. Sie kommen nachts aus ihrem Versteck, befallen den Wirt und verschwinden wieder in ihrem Versteck, wo sie ihre Eier legen. Sie sind extrem lichtscheu.
Decken, Kissen, Körbchen etc. sollten für eine gewisse Zeit in die Tiefkühltruhe gelegt werden, damit alle Eier und Larven vernichtet werden.

 

Tierversuche bitte nicht vergessen!

 

Wir sollten außerdem nicht vergessen, dass für diese ganzen chemischen Präparate unzählige Tiere bei grausamen Tierversuchen leiden und sterben müssen! 😳

Jedes neue Mittel wird auf diese Weise „erprobt“ und den Versuchstieren (z. B. stark überdosiert über einen längeren Zeitraum) verabreicht, teils in Kombination mit anderen Mitteln, um mögliche Neben- und Wechselwirkungen zu erforschen. Auch bei trächtigen Tieren werden die Auswirkungen auf die Nachkommen getestet. 😢

Für mich stellt diese Tatsache einen wichtigen Grund mehr dar, auf solche chemischen Mittel ganz bewusst zu verzichten!!!

 

Fazit

 

Bei diesen chemischen Mitteln handelt es sich m. E. hierbei um eine ganz üble Strategie der Pharmafirmen sowie mancher Tierärzte: das Geschäft mit der Angst!

Wenn ich ganz böse und sarkastisch wäre, würde ich sagen, dass sich die Herrschaften mit solchen Mitteln eine Kundschaft (und ein Einkommen!) lebenslänglich sichern. Aber ich bin weder böse noch sarkastisch veranlagt. 😁

Diese Präparate werden immer noch als harmlos dargestellt und als solches verkauft.

Es ist jedoch alles andere als ungefährlich, sich „mal eben schnell“ beim Tierarzt eine Portion Gift für das geliebte Haustier abzuholen.

Es wäre leichtsinnig zu glauben, dass eine Chemikalie, die einen Parasiten tötet, harmlos für ein anderes Tier ist!!!