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Silvester mit Haustieren

 

Silvester? Der Supergau für die Tiere!

Silvester mit Haustieren oder der Supergau am Jahresende! Du ahnst es vielleicht: Der Jahreswechsel ist nicht mein Spaßfeld!

 

Heute möchte ich darauf eingehen und besonders auf die Tage vor und nach Silvester. Im Dezember steht der Alltag oft auf dem Kopf und ist für Mensch und Tier extrem stressig.

Dann kommt der Supergau mit der Knallerei – für unsere Haustiere und auch für die Wildtiere!
Aus ihrer Sicht treten die extrem lauten Geräusche des Feuerwerks unberechenbar auf. Hinzu kommen der beängstigende Brandgeruch und die Farb- und Lichtblitze.

 

Ich lese es Dir vor…

(9:44 Minuten)

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Viele Gründe gegen die Silvester-Knallerei

– es ist in vielerlei Hinsicht eine immense Geldverschwendung
– es fördert die Ausbeutung in den Feuerwerkfabriken in den ärmeren Ländern
– jedes Jahr sterben Menschen bei der Produktion
– die Feuerwerkskörper verursachen unzählige Brände und Verletzungen
Sachbeschädigungen wie zerfetzte Briefkästen oder beschädigte Autos kommen hinzu
– und letztendlich hinterlässt dieser ach so große Spaß Müllbergen in den Straßen und vor allem in der Natur.

 

Da viele mit Böllern nicht umgehen können und z. T. alkoholisiert sind, werden jedes Jahr Menschen verletzt, die Notaufnahmen überlastet, Gebäude, Mülltonnen, Autos und vieles mehr (absichtlich?) in Brand gesetzt.

 

Der Müll, der an Silvester durch das Böllern entsteht, liegt teilweise noch Monate und sogar Jahre später in der Natur. Allein die Feinstaubbelastung steigt in der Silvesternacht sehr stark.

 

Tiere leiden und sterben!

Und nicht zuletzt leiden Tiere entsetzlich am Jahresende. Das ist das, was mich am Jahresausklang am meisten stört: Nicht nur unsere Haustiere, sondern auch Wildtiere haben in der Neujahrsnacht Todesangst.

UND: Es sterben auch nicht wenige durch den „super Spaß“! 😞

 

Es ist für mich das wichtigste Argument gegen die Böllerei an Silvester: die Tiere!
Nicht „nur“ Haustiere wie Hunde, Pferde und Katzen erleiden Höllenangst und verletzen sich, sondern auch die Wildtiere.

 

Vögel fliegen in Panik in die Nacht, werden dabei von Böllern erwischt und getötet oder nachhaltig von ihren Schlafplätzen vertrieben. Der nachhaltige Schaden an Wildtieren wurde bereits durch diverse Studien (z. B. an Gänsen) belegt. Auch noch im Dezember beobachte ich, wie viele von ihnen fliegen. Was passiert mit ihnen dann?

 

Ich denke auch an den Silvester-Müll, der in Gewässer landet (oder gezielt hingeworfen wird!), dort Fische und andere Wasserbewohner tötet und die Gewässer auch noch für lange Zeit verpestet.

 

Ungültige Argumente

Kein einziges Argument für die Böllerei ist stichhaltig!

 

Gewitter ist für mich auch kein Argument, weil dies ein Naturphänomen ist, vor dem gerade Wildtiere keine Angst haben, weil sie dies seit Jahrmillionen kennen. Sie spüren es instinktiv, weil es natürlich ist.

 

Auch wenn ein beliebtes Argument für die Knallerei lautet „Mein Hund stört es nicht“ oder „Meine Katze ist immer ganz entspannt„: Es bedeutet gar nichts und ist erst recht nicht auf alle Tiere, einschließlich der ganzen Wildtiere, übertragbar. Die negativen Auswirkungen sind eindeutig und längst mehrfach belegt.

Die häufigsten Anfragen für vermisste Tiere bekomme ich geballt um Silvester herum: ungefähr so viel wie in einem ganzen Jahr!

 

Das Argument, die Böllerei sei nur auf einen kurzen Zeitraum um Mitternacht beschränkt, entspricht ebenfalls nicht der Realität, da bereits Tage vor und nach Silvester geböllert wird.

 

Tipps für Dein Haustier

Ich möchte Dir ein paar Tipps geben, um diese Horrornacht für Dein Tier etwas erträglicher zu machen.

 

Zuerst eine Warnung!

Aber zuerst möchte ich eine Warnung gegen einen (angeblichen) Angstlöser aussprechen, der leider immer noch verschrieben wird: Das Mittel Acepromazin, das unter verschiedene Handelsnamen vertrieben wird.

Es handelt sich hier um ein Phenothiazin-Derivat, ein Neuroleptikum und Sedativum, das nur äußerlich wirkt: Das Tier scheint entspannt zu sein, ist in Wahrheit aber gelähmt und kann sich einfach nicht äußern. Geräuschempfinden und Angst sind jedoch unvermindert da. Außerdem sind die Nebenwirkungen nicht unerheblich!

 

Ohne Pharmazeutika geht es auch

Und damit zu meinen Tipps, wie Du diese Zeit für Dein Tier erträglicher machen kannst – ohne Pharmazeutika zu verwenden.

Bedauerlicherweise gibt es kein Patentrezept, denn jedes Tier ist anders. Vielleicht wirst Du einige Dinge ausprobieren oder sogar kombinieren müssen, bevor Du dann das Richtige für Dein Tier gefunden hast.

Sicherlich kennst Du bereits die üblichen Maßnahmen wie das Herunterlassen der Rollläden und Zuziehen von Vorhängen, das Aufsuchen ruhiger Räume oder die Ablenkung durch Musik und Fernseher.

Zusätzlich empfehle ich Dir natürliche/pflanzliche Beruhigungsmittel. Wer mich kennt, weiß, dass ich diese bevorzuge und die klassischen Mittel aus der Schulmedizin nur im äußersten Notfall anwende (bzw. anwenden lasse).

 

Bachblüten und natürliche Mittel für Tiere

• Ich persönlich schwöre auf die Bachblüten: Die Notfalltropfen werden oral verabreicht. Fang am besten jetzt schon damit an und nicht erst am 31. Dezember. Wenn Dein Tier sehr unter Angst leidet, kannst Du die Tropfen alle 2 Stunden geben (kleine Hunde und Katzen 3 Tropfen, mittlere und große Hunde 5 Tropfen).
Du kannst sie Dir auch in die Hände reiben und Dein Tier damit streicheln.
Bitte achte darauf, die Bachblüten für Tiere (ohne Alkohol!) zu kaufen.

Pheromonverdampfer für die Steckdose können ebenfalls hilfreich sein.

• Ein enganliegendes und elastisches T-Shirt (auch „Thunder-Shirts“ genannt) erzielt oftmals schon einen beruhigenden Effekt.

 

Was Du sonst machen kannst

• Essen und Kauen haben auch eine beruhigende Wirkung. Nicht jedes Tier kann essen, wenn es Stress hat, aber ein Versuch lohnt sich und Du kannst die Lieblingsleckerlis bei der Gelegenheit zusätzlich anbieten.

• Schaffe eine Rückzugsmöglichkeit: Hunden und Katzen kannst Du eine Höhle unter dem Tisch oder in einer ruhigen Ecke anbieten (z. B. ein leerer Karton oder die Transportbox mit der Lieblingsdecke), in die das Tier hinein und hinaus kann, wie es mag.

• Animiere Dein Tier dazu, laut zu spielen: Es lenkt ab und selbsterzeugte Geräusche lösen in der Regel keine Ängste aus.

 

Sicherheit geht vor!

• Zur Sicherheit Deiner Freigängerkatzen kannst Du versuchen, sie bereits 1–2 Tage vor Silvester drinnen und erst nach dem 2. Januar wieder herauszulassen.

• Den Hund würde ich einige Tage vor und nach dem Jahreswechsel nicht ohne Leine laufen lassen. Empfehlenswert ist eine doppelte Sicherung: Geschirr UND Halsband mit jeweils Führ- und Zweitleine. Einfach, damit Du nicht sagen kannst: „Das hat er noch nie gemacht!“, wenn er in Panik davongelaufen ist. 😉

Egal ob Katze, Pferd, Nager oder Vogel ist es für mich selbstverständlich, diese Stunden bei meinen Tieren zu bleiben und sie nicht mit ihrer Angst alleine zu lassen. Natürlich darf aber jeder entscheiden, wie er das handhabt.

 

Die Angst ignorieren? Ein Unding!

Und entgegen vielen schlauen Ratschlägen empfehle ich Dir außerdem, Dein Tier mit seiner Angst nicht zu ignorieren. Das ist für mich ein Unding!

Wenn meine Kleine, sonst ganz die furchtlose Terrier-istin 😁, meine körperliche Nähe sucht, dann bekommt sie sie auch – und eine beruhigende Massage noch gratis dazu. 💕 Ihre Angst wird dadurch nicht verstärkt, ganz im Gegenteil. Höre auf Deine Intuition!

Nutze für Euch beide die Möglichkeit der Tierkommunikation: Erkläre Deinem Tier verbal, dass es heute draußen etwas lauter wird, aber dass es in Sicherheit ist – dass Du auf es aufpasst und dass morgen alles wieder vorbei sein wird.
Glaube mir: Dein Tier wird Dich verstehen!

 

Silvester Haustier Angst

 

Der einzige Grund für die Böllerei an Silvester

Das einzige Argument der Gegenseite finde ich mehr als schwach, und zwar: der Spaß-Faktor. 😣

Kann man denn an Silvester keinen Spaß haben, ohne Millionen Tiere in Panik zu versetzen oder gar zu töten oder die Umwelt zu verpesten? Wenn das so ist, spricht es nicht gerade für die Krönung der Schöpfung, die der Mensch zu sein glaubt, oder?

 

In den meisten Länder geht das anders: In Spanien z. B. begrüßen die Menschen das neue Jahr traditionell mit Wunderkerzen, zwölf Weintrauben und Sekt.
In Frankreich, meinem Heimatland, gibt es lediglich am 14. Juli (Nationalfeiertag) ein zentrales Feuerwerk, das von den Städten und Gemeinden geboten und von Sprengmeistern (kontrolliert!) durchgeführt wird. Silvester feiern die Franzosen mit gutem Essen, Musik und Tanz. Ich erinnere mich gerne an die fröhlichen und ausgelassenen Feiern in meiner Kindheit und Jugend.

 

Was sich an Silvester teilweise in Deutschland abspielt, erinnert mich dagegen viel mehr an den Krieg und die Innenstädte gleichen eher Kriegsgebiete. Auch wenn ich Feuerwerke schön finde, hat es mit einem romantischen Feuerwerk nicht mehr viel zu tun. Mir macht es definitiv keinen Spaß, dass Orte in ein Schlachtfeld verwandelt werden.

 

Ach ja, es gibt auch die Tradition-Fraktion, mit solchen Argumenten wie „Das hat man immer so gemacht“ oder „Es gehört zu unserer Kultur“ und vieles mehr. 🙄 Soll man denn an etwas festhalten, nur, weil man das „immer so gemacht“ hat oder „es dazu gehört“? Auch wenn alle vernünftigen Argumente dagegen sprechen? Das sehe ich definitiv nicht so.

Bestes Beispiel (leider unter vielen, vielen anderen): Die öffentliche Tierquälerei mit den Stierkämpfen werden als Tradition bezeichnet und gehören zu einem bestimmten Kulturkreis.
Sich am Blut und Leid eines Tieres zu ergötzen, wird seit Urzeiten gemacht und damit gerechtfertigt. Was für ein Argument! Zum Glück geschieht ein Umdenken, wenn auch m. E. viel zu langsam.

 

Der kurzlebige Nervenkitzel beim Abbrennen der Zündschnur steht also einfach in überhaupt keinem Verhältnis. Oder?

 

Freiheit, Rücksicht und Toleranz

Ich persönlich bin generell für Freiheit, Rücksicht und Toleranz. Es darf aber eben nicht auf Kosten der Natur, der Tiere oder anderer Menschen und der Allgemeinheit gehen.

Die Freiheit endet exakt dort, wo die Rechte und Freiheiten Anderer beginnen!

Wenn die negativen Seiten die positiven bei Weitem überwiegen, was m. E. bei der Silvester-Böllerei der Fall ist, sollte man nicht an irgendwas festhalten, weil es eben immer so war oder Spaß macht.

 

Wo bist Du um Mitternacht in der Silvesternacht?

Wo bist Du um Mitternacht am Silvester?
Es knallt. Es wird immer mehr und immer lauter.
Ein Zucken geht durch den Körper Deines Tieres.
Du siehst die Panik in seinen Augen.
Es ist nicht mehr ansprechbar.
Sein Körper ist angespannt und zittert wie noch nie.
Sein Herz rast.
Auf seinen Namen reagiert es nicht mehr.
Es will nur noch flüchten. Aber wohin?

Es versteht nicht, was auf einmal passiert.
Es versteht nicht, was ihm geschieht.
Du sprichst mit ihm und streichelst es, um es zu beruhigen.
Aber es hört Dich nicht, es sieht Dich nicht, es spürt Dich nicht.
Es will, dass es aufhört.
Es will einfach nur fort.

 

Wo werde ich sein um Mitternacht in der Silvesternacht?

Ich werde zu Hause sein, weil ich weiß, dass meine Tiere panische Angst haben.
Ich lasse sie nicht alleine.
Sie werden meine Nähe suchen und ich werde da sein.
Wir werden eng aneinander zusammen sitzen, ich werde ihnen halt geben und wir werden gemeinsam warten, bis der Spuk vorbei ist.

Das ist einer der Momente in ihrem Leben, wo sie mich am meisten brauchen.
Und selbstverständlich werde ich bei ihnen sein.
Wie könnte ich sonst Spaß haben, wohl wissend, dass meine Tiere in dieser Nacht tausend Ängste sterben?

Und wo wirst Du sein um Mitternacht in der Silvesternacht?

 

Was Dein Haustier von alledem hält …

Eine gute Idee ist natürlich auch, mithilfe der Tierkommunikatorin Deines Vertrauens Dein Tier zu fragen, wie man ihm bestmöglich helfen kann.
Sehr sinnvoll in diesem Ausnahmezustand ist ebenfalls die Energiearbeit und/oder ein Heilkreis für Dein Haustier zum Beispiel.

Wenn Du Dir meine Unterstützung wünschst, sende mir einfach eine E-Mail an: Info@Tierstimmung.de

Und erfahre hier, wie ein Tiergespräch abläuft.

 

Silvester Hund Angst