das leid der pferde

Das Leid der Pferde – Botschaft einer geprüften Seele

Mich ergreift eine tiefe Traurigkeit. Lange Zeit hatte ich nicht mehr an Dich gedacht bzw. ich hatte versucht, diese Erinnerung zu verdrängen.

Heute bist Du aber da, so präsent wie damals, als ich mit Dir sprechen durfte.

Meine Wangen sind nass und die Tränen fließen …

Ich lese es Dir vor …

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Du bist plötzlich da…

Plötzlich bist Du da, Du bist bei mir und die Bilder von damals sind wieder sehr klar. Die Bilder, die Du mir gezeigt hattest, um mir Deine Geschichte zu erzählen, und die ich nie vergessen habe – und niemals vergessen werde.
Ich sehe Dich deutlich vor mir. Dein Körper und Deine Seele, die auf Erden so viel Leid ertragen mussten, und Dein Blick … so leer …

Als ich damals mit Dir sprechen durfte, hast Du wieder Hoffnung geschöpft. Nach unserem Gespräch war Deine Lebensenergie wieder da. Ich sah diesen kleinen Funken in Deinen Augen wieder.

Du warst so einsam…

In Deinem ganzen Leben hatte noch nie jemand mit Dir gesprochen. Ich war die erste, die Dich zum ersten Mal fragte, wie es Dir geht und ob Du einen Wunsch hast. Ich ließ Dich zu Wort kommen und hörte Dir zu.

Zum ersten Mal in Deinem Leben…

Und Du sprachst, oh ja. Du konntest nicht mehr aufhören zu sprechen.
Du erzähltest alles, was Dir damals zugestoßen war und wie das Leben war, bis Du zu den Menschen in der Zeit unseres Gesprächs kamst.
Und dann erzähltest Du mir, wie das Leben jetzt war und wie Du Dich fühltest – unverstanden, benutzt und ausgebeutet. Nur geschlagen wurdest Du aber nicht mehr.

Nach dem Tiergespräch hattest Du wieder Mut gefasst, dass sich in Deinem Leben etwas ändert. Warum hätten sonst Deine Menschen ein Tiergespräch mit Dir in Auftrag geben sollen?

Du wurdest schon wieder verraten…

Doch dann der Verrat: Dein größter Wunsch, der ignoriert wurde, Deine Schmerzen, die unbehandelt blieben, und das Leben, das wie bisher weiterging und das für Dich schon lange nicht mehr lebenswert war.

Diese Hoffnung und dann die Enttäuschung. Dein Blick wurde wieder leer und Du gabst Dich endgültig auf. Du wusstest, es würde sich nichts mehr ändern. Dein Herz war gebrochen und konnte nicht mehr.

Du zeigtest mir, wie Du immer weniger wurdest, immer transparenter – bis Du gänzlich verschwandst.

Ich blieb mit meiner Wut, meinen Schuldgefühlen und den Fragen zurück, ob ich etwas übersehen hatte, ob ich etwas hätte ändern können. Warum sind Menschen so?

Heute bist Du wieder da, bei mir…

Und heute, nach so vielen Jahren, bist Du wieder bei mir und Du sagst, dass alles gut ist, dass es Dir wunderbar geht und es so – genau so – kommen musste, um die Menschen aufzurütteln.

Du sprichst von dem großen Plan und davon, dass Du und ich ein Teil davon sind, dass wir wichtig sind und ich das aufschreiben soll – Deine Geschichte auf das Wesentliche gekürzt – damit alle von Dir erfahren.

Du sagst, ich solle Deinen Namen nicht nennen, denn es sei nicht wichtig: Es ginge um alle, Du seist nur ein Beispiel unter vielen anderen. Du seist nicht wichtig, sondern das große Ganze sei wichtig. Du seist nur eine unter vielen anderen. Gestern wie heute.

Du sagst, Deine Geschichte trägt zum großen Erwachen der Menschen bei. Es sei ein wichtiges Puzzlestück. Ich spüre – trotz allem – Deine bedingungslose und so große Liebe über uns und für uns Menschen – auch für mich, die Dir nicht helfen konnte.

Warum fühle ich mich so schuldig?

Du sagst, ich habe keinen Fehler gemacht. Du sagst, dass ich Deine Wünsche und Botschaften perfekt übermittelt habe und dass es nicht an mir läge, was Deine Menschen damit gemacht haben – nämlich nichts!
Zur Kenntnis genommen und weitergemacht wie bisher, ohne etwas zu verbessern, obwohl es so leicht gewesen wäre.

Du sagst, ich hätte nichts ändern können, es läge nicht in meiner Macht. Du bist mir sogar dankbar – für diesen Funken Hoffnung damals und auch jetzt, dass ich Deine Geschichte aufschreibe. Du sagst, es sei wichtig, weil es sie zum Nachdenken bringt.

So erfülle ich Dir diesen Wunsch in Dankbarkeit und großer Liebe.

Für alle geschundenen Pferdeseelen,
die von Menschenhand misshandelt, gebrochen und verraten wurden
und immer noch werden. 💖

12 Kommentare

  1. Ich finde das wirklich sehr berührend, was du mit der Stute erlebt hast und wie sie sich nach langer Zeit wieder gezeigt hat, damit du es niederschreibst, was sie dir diktiert hat. 💫Es hat mich auch irgendwo zum Nachdenken angeregt, ob ich mit meiner Stute damals alles richtig gemacht habe, da ich sie z. B. bis wenige Monate vor ihrem Tod noch geritten habe. Aber dann denke ich daran, wie wir Beide diese ungeahnt letzten Ausritte genossen haben und ich weiß, alles ist gut. Pferde, sowie alle Tiere, sind einfach so toll, sie verzeihen dem Menschen aus Liebe so ziemlich alles, wovon wir noch Vieles lernen können und sollten. Aber so langsam scheinen Einige ja tatsächlich umzudenken, wie ich in einem Bericht gelesen habe, in dem es auch um ein Pferd ging.😀

    1. Danke Dir von Herzen für Deinen so persönlichen Kommentar. 💫

      Ich finde es sehr schön, was Du über die letzten Ausritte mit Deiner Stute schreibst. Vielleicht ist genau das so wichtig: nicht im Nachhinein jeden einzelnen Moment mit dem Wissen von heute zu beurteilen, sondern auch darauf zu schauen, wie Ihr diese gemeinsame Zeit miteinander erlebt habt. Wenn Du Dich heute daran erinnerst, dass Ihr beide diese Ausritte genossen habt, dann ist das etwas sehr Kostbares, das Dir niemand nehmen kann.

      Und ja, von den Tieren können wir in dieser Hinsicht unglaublich viel lernen. Ihre Liebe funktioniert so oft vollkommen anders als unser menschliches Abwägen, Bewerten und Nachtragen.

      Was mir allerdings bei der Stute aus meinem Artikel besonders wichtig ist: Für mich ging es weniger darum, dass sie den Menschen „verziehen“ hat. Ihre Bedürfnisse waren gehört und verstanden worden – und trotzdem wurde nichts verändert. Genau deshalb bewegt mich ihre Geschichte bis heute so sehr.

      Umso mehr freue ich mich über jedes Zeichen dafür, dass Menschen beginnen, umzudenken, genauer hinzuschauen und Tiere immer stärker als fühlende Wesen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen wahrzunehmen. Vielleicht verändert sich tatsächlich langsam etwas. 🐴✨

        1. Ja, genau das war damals für mich das eigentlich Schlimme daran. 😔

          Denn ihre Menschen hatten ja sogar bewusst ein Tiergespräch in Auftrag gegeben. Sie wollten wissen, wie es ihr geht und was sie braucht. Und so naiv und vielleicht auch blauäugig, wie ich damals noch war, war es für mich vollkommen selbstverständlich, dass die Menschen die Wünsche eines Tieres, nach denen sie selbst gefragt hatten, anschließend auch ernst nehmen und berücksichtigen würden.

          Sie selbst hatte dadurch wieder Hoffnung geschöpft, dass sich nun endlich etwas in ihrem Leben verändern würde.

          Dass ihre Botschaften dann zwar gehört wurden, aber letztlich keine Konsequenzen daraus gezogen wurden, konnte und kann ich nur schwer verstehen.

          Vielleicht ist genau deshalb ihre Geschichte auch nach all den Jahren noch so wichtig: Zuhören allein reicht nicht. Wenn wir Tiere wirklich ernst nehmen möchten, gehört auch dazu, das Gehörte nicht einfach wieder beiseitezuschieben.

  2. So berührend und schön – die Worte von Dir und der Stute. Danke Euch Beiden – in der Hoffnung, dass wir alle ein Stück mehr aufwachen und jedes Lebewesen immer mehr wert schätzen und auch zu verstehen versuchen UND auch in die Umsetzung gehen, wenn wir gehört haben & wissen …
    Es gibt mir echt Hoffnung auf eine ganz andere zukünftige Welt
    💝🙏💫

    1. Danke Dir von Herzen für diese Worte. 💝

      Ja – und gerade Dein „auch in die Umsetzung gehen“ finde ich so wesentlich. Denn zuhören, wahrnehmen und verstehen ist das eine. Doch für die Tiere verändert sich erst dann wirklich etwas, wenn aus diesem Verstehen auch ein anderes Handeln entsteht.

      Genau das war damals bei dieser Stute der so schmerzhafte Punkt: Sie wurde endlich gehört, ihre Wünsche und Bedürfnisse waren bekannt – und trotzdem änderte sich für sie nichts.

      Vielleicht ist ihre Geschichte deshalb auch heute noch so wichtig. Weil sie uns daran erinnert, dass Tiere nicht nur unsere Liebe und unser Mitgefühl brauchen, sondern auch Menschen, die bereit sind, Konsequenzen aus dem zu ziehen, was sie erkannt haben.

      Und Deine Hoffnung auf eine andere zukünftige Welt teile ich sehr. Ich möchte daran glauben, dass jede Geschichte wie ihre ein kleines Stück dazu beitragen kann. ✨

  3. Liebe Stéfanie,
    so traurig und doch so wunderschön.
    Dieses wundervolle Wesen hat Dich nicht vergessen und sich Dir nun aus der Anderswelt gezeigt, wo es ihm gutgeht (so habe ich es empfunden).
    Vielen Dank, daß Du das mit uns teilst.
    L.G. Nicole

    1. Liebe Nicole, danke Dir von Herzen für Deine lieben Worte. 💖

      Ja, genauso habe ich es auch wahrgenommen: Sie kam nach all den Jahren noch einmal ganz deutlich zu mir – und diesmal war da nicht mehr diese Leere und Hoffnungslosigkeit, die ich damals bei ihr erlebt hatte, vor ihrem Tod.
      Zu spüren, wie gut es ihr heute geht, war für mich unglaublich tröstlich.

      Und gleichzeitig hat mich diese Begegnung noch einmal mit voller Wucht daran erinnert, warum ich ihre Geschichte damals aufgeschrieben habe bzw. aufschreiben MUSSTE. Sie wollte nicht, dass es nur um sie geht. Sie wollte stellvertretend für all die Pferde sprechen, deren Stimme nicht gehört wird und deren Bedürfnisse übergangen werden.

      Dass ihre Geschichte auch Jahre später noch Menschen erreicht und zum Nachdenken bringt, bedeutet mir deshalb sehr viel. Vielleicht erfüllt sich genau darin ein Stück von dem, was sie sich damals von mir gewünscht hat.

      Danke Dir, dass Du sie gelesen und Dich darauf eingelassen hast. 🙏

  4. Die Liebe, welche die Tiere für uns Menschen aufbringen, ist unbeschreiblich, denn wie sonst würde sich dieses Wesen nach all dem Erlebten so wertfrei äussern und weiterhin bedingungslos lieben können?
    Sehr berührend, deine Aufzeichnungen, liebe Stéfanie! 💞✨🌈

    1. Liebe Brigitte, ja, genau dieser Gedanke bewegt mich bis heute sehr. Wie kann eine Seele nach allem, was ihr von Menschen angetan wurde, noch mit einer solchen Liebe auf uns schauen?

      Ich glaube, gerade deshalb hat mich dieses Tiergespräch niemals wirklich losgelassen. Ich hatte damals so viel Wut auf die Menschen und gleichzeitig diese große Hilflosigkeit in mir. Und dann begegnete mir von ihrer Seite aus etwas vollkommen anderes: keine Anklage, keine Bitterkeit, kein Verurteilen.

      Das hat mir damals sehr viel über Tiere gezeigt – und tut es eigentlich bis heute – und immer wieder …

      Vielleicht ist gerade das eine der größten Botschaften, die diese Stute hinterlassen hat: Nicht wegzuschauen, sondern endlich wirklich hinzusehen und den Tieren zuzuhören. Ihre Geschichte kann ich nicht mehr verändern. Aber ich kann dafür sorgen, dass sie nicht ungehört bleibt.

      Danke Dir für Deine so wertschätzenden Worte. 💞

  5. Wunderschön Worte ,
    Die ganze Welt soll spüren und fühlen was diese wundervollen Wesen durch machen . Ich hoffe und bete dass die Menschen durch diese Botschaft erwachen.

    1. Liebe Ilona, danke Dir von Herzen für Deine Worte. 🙏🏻

      Genau das wünsche ich mir auch – und genau deshalb wollte diese wunderbare Stute, dass ich ihre Geschichte erzähle. Nicht, damit es um sie als einzelnes Pferd geht, sondern stellvertretend für all die Tiere, die noch immer nicht gehört werden, deren Bedürfnisse übergangen werden und die keine Möglichkeit haben, selbst etwas an ihrer Situation zu verändern.

      Mich bewegt bis heute, dass sie nach allem, was sie durch Menschen erfahren musste, nicht voller Wut oder Anklage war. Im Gegenteil: Sie will mit ihrer Geschichte etwas bewirken. Menschen zum Hinschauen bringen, zum Nachdenken und vielleicht auch dazu, das eigene Handeln gegenüber Tieren zu hinterfragen.

      Wenn ihre Botschaft auch nur bei einem Menschen etwas verändert, dann war es richtig und wichtig, sie weiterzugeben.

      Und deshalb hoffe ich sehr mit Dir, dass immer mehr Menschen beginnen, wirklich hinzusehen und den Tieren zuzuhören. 💝

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Hier schreibt Stéfanie Renou

Tierkommunikation mit Stéfanie Renou

Ganzheitliche Tierkommunikatorin, Kursleiterin und Ausbilderin, Beraterin, Mentorin, Coach und Autorin von Chloés Buch.

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